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Ein Tag in Gotteshäusern

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Der 22.6. 2016 war ein wichtiger Tag für das Projekt „Religiöse Vielfalt“. Frau Zwarg und Frau Adámková besichtigten mit ihrer Gruppe die evangelische Kirche St. Martin in der Mauer, die katholische Kirche St. Johannes von Nepomuk am Felsen und eine Moschee.

Im Zentrum Prags in der Nähe vom Altstädter Markt steht eine relativ kleine aus Stein gebaute Kirche, St. Martin an der Mauer. Man tritt durch eine Holztür hinein und kommt in einen großen hellen Raum mit großen Fenstern. Im vorderen Teil der Kirche steht ein kleiner Holzaltar, während im hinteren Teil eine Orgel zu finden ist. Im Raum sind überall Holzstühle verteilt und die einzige Dekoration, die man auffinden kann, sind drei aufgemalte Wappen auf der Decke und ein goldener Kelch über dem Altar.

Eine Straßenbahn-Station und 10 Minuten zu Fuß später standen wir am Karlsplatz vor der katholischen Kirche St. Johannes von Nepomuk am Felsen. Pater Martin begrüßte uns freundlich und führte uns in das große Gebäude, das bereits von außen mit Statuen und goldenen Kreuzen geschmückt war. Man tritt in einen etwas kühlen Raum, in welchem wieder vorne ein Alter und hinten eine Orgel steht. Allerdings unterscheidet sich diese Kirche erheblich zu der vorherigen, und zwar an der reichen Dekoration. Außer dem prächtig ausgestattetem Altar, sieht man viele Bilder, Figuren von Heiligen und sogar von Gott selbst und die Deckenmalerei, die die Geschichte von dem Heiligen Johannes erzählt. Mehrere Kreuze auf den Wänden, Bibeln und ein Weihwasserbecken sind ebenfalls aufzufinden. Nach der Besichtigung der Kirche beantwortete Pater Martin unsere Fragen und brachte uns die Geschichte der Kirche und des Christentums näher.

Anschließend machten wir uns auf den Weg zum Rande Prags, nach Černý Most, wo wir eine Moschee besuchten. Von außen sah sie aus wie ein Haus, komplett unauffällig. Nur anhand arabischer Aufschriften erkannte man, dass es sich um eine Moschee handelt. Vor dem Eintreten mussten wir die Schuhe ausziehen, woraufhin wir in den Gebetsraum durften. Der Boden war mit einem großen Teppich überdeckt, auf den Wänden hingen Bilder mit arabischen Schriften und auf kleinen Regalen standen Gebetbücher. Andere Arten von Dekorationen sind verboten. Auf einer Wand stand eine Tafel, die die Zeiten der einzelnen Gebete anzeigte. Der Teppich, Minbar und Mihrab, also die Kanzel und die Gebetsnische, sind so gerichtet, dass die Menschen in Richtung Mekka beten. In der Moschee begrüßte und begleitete uns ein tschechischer Muslim, der unsere Fragen beantwortete und mit dem wir über verschiedene aktuelle Themen, die den Islam betreffen, diskutierten. Es wurde uns ebenfalls ermöglicht einem der fünf Gottesdienste zuzusehen.

Offiziell endete das Programm bereits um 13:25, allerdings blieben viele trotzdem länger. Der gesamte Tag war ein voller Erfolg und alle Beteiligten fuhren voll von Eindrücken nach Hause.

(mk)

 

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