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Nur Fliegen ist schöner

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Da der Winter gerade endlich angekommen ist, wird es Zeit, die sportlichen Aktivitäten an die Jahreszeit anzupassen. Einige fahren Ski, andere betrachten das lieber aus der Ferne oder im Fernsehen. Doch eine Wintersportart, die die meisten von uns eher nicht selber betätigen, ist das Skispringen.  Und vom 29.12.2015 bis zum 6.1.2016 fand die 64. Austragung der traditionellen Vierschanzentournee statt, der wichtigsten Veranstaltung im Skispringen. Der glückliche Gesamtsieger war am Ende der Slowene Peter Prevc. Das war für mich guter Anlass, mal über die Geschichte der Vierschanzentournee zu schreiben oder, ihr habt es besser, zu lesen.
Für die Unwissenden gleich mal vorweg: Skispringen ist eigentlich genau dass was der Name sagt, man springt mit Skiern von einer Schanze und versucht eine möglich große Weite zu erzielen. Dabei kommen manchmal auch Weiten von über 140 Metern zustande. Doch wer am weitesten springt, gewinnt nicht zwangsläufig! Kampfrichter bewerten auch den Stil des Fluges, und seit wenigen Jahren bekommt man für schlechten Wind, also Rückenwind, auch Pluspunkte, und dementsprechend Minuspunkte für guten Wind. Diese Punkte werden dann alle addiert, und am Ende gewinnt dann der mit den meisten Punkten nach zwei Sprüngen. Bei der Vierschanzentournee handelt es sich um ein Turnier, bei dem die Punkte aus den Springen von vier verschiedenen Schanzen in vier Orten zusammengerechnet werden. Diese Orte sind Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen in Deutschland und Innsbruck und Bischofshofen in Österreich. Die Tournee wird dabei traditionell um den Jahreswechsel herum ausgetragen, sie startet in der Regel am 29. oder 30. Dezember und hört mit dem Dreikönigsspringen, welches logischerweise am 6. Januar stattfindet, auf. Die Ausnahme war die erste Tournee 1953, welche der Österreicher Sepp Brandl gewann. Die Tournee war in der Geschichte ein Duell zwischen Deutschland und Österreich, beide teilen sich mit 16 Siegen (bei Deutschland sind die Titel für die DDR einberechnet) den Titel der meisten Tournee-Siege. Der Mann mit den meisten Erfolgen war aber ein Finne: Janne Ahonen gewann fünfmal. Auch die Tschechen durften schon jubeln: 2006 war Jakub Janda punktgleich mit Ahonen, weswegen der Titel an beide ging. 1971 gewann zudem der Tschechoslowake Jiri Raska. Und 2016? Dort war ein Deutscher sehr nah dran am Sieg: Severin Freund gewann das Auftaktspringen in Oberstdorf, musste aber danach den überstarken Slowenen Prevc, der alle anderen Springen gewann, ziehen lassen. Er verwehrte Prevc aber einen anderen Rekord: Den, alle vier Einzelspringen in einer Tournee zu gewinnen. Den hält damit weiterhin ein Deutscher, nämlich Sven Hannawald, der das 2001/2002 schaffte.

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