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Die Nacht der Solidarität online: Am nächsten Morgen sind alle – Bleu – Blanc – Rouge –

New York, Toronto, Monaco, Spanien, Washington. Zwei Tage nach den Anschlägen in Paris mit 128 Toten und über 300 Verletzten steht die gesamte Welt unter Schock.

Vorgestern, am 13. November 2015, fand zum zweiten Mal in diesem Jahr ein Anschlag auf die Hauptstadt von Frankreich statt. Sechs Angriffe liefen gleichzeitig ab, nicht wie beim Angriff auf „Charlie Hebdo“ im Januar 2015, wo der Sitz der Satire-Zeitschrift angegriffen worden ist. Die acht Attentäter sollen bereits tot sein, sieben von ihnen haben angeblich Selbstmord begangen. Zuerst, ca. um 21.15 Uhr, gab es drei Explosionen bei Saint-Denis am Rande des Fußballstadions während des Freundschaftsspiels zwischen Frankreich und Deutschland. Ab 22 Uhr wurde in mehreren Straßen von Paris geschossen. Der schlimmste Angriff fand im Bataclan statt, vier der Attentäter stürmten die Konzerthalle, in der gerade die amerikanische Rockband ‚Eagles of Death Metal‘ ein Konzert gab. Ein Zeuge sagte: «J’ai senti comme un pétard qui explosait dans mon bras » (dt. « Ich spürte etwas wie einen Knaller in meinem Arm“). Dieser Angriff dauerte ca. zwei Stunden und es wurde einfach wahllos ins Publikum geschossen. Nach Medienangaben sprengten sich drei der Attentäter danach selbst in die Luft und der vierte wurde von der Polizei erschossen. Die genaue Anzahl aller beteiligten Attentäter ist noch nicht bekannt, jedoch war keiner von ihnen maskiert, alle Sprachen fließend und akzentfrei Französisch, einer von ihnen soll schon identifiziert worden sein. Außerdem sollen die Täter laut Zeugen gesagt haben, dass die Franzosen ihre Brüder in Syrien umgebracht hätten und sie jetzt deshalb hier seien.

Die Anschläge seien von der Terrormiliz „Islamischer Staat“ verübt worden, sagt der französische Präsident Francois Hollande und verkündete Staatstrauer für drei Tage. Die ganze Welt teilt diese Trauer, alle versuchen ihr Mitgefühl zu zeigen – zum Beispiel, indem Länder besondere Gebäude in den Farben der französischen Flagge beleuchten. Auch normale Bürger versuchen ihre Anteilnahme mit Hashtags wie #prayforparis und #lovetoparis zu zeigen. In Paris selbst haben die Pariser sich gegenseitig und vor allem auch die Opfer unterstützt: Mit Hilfe von #PorteOuvert haben die Bewohner gezeigt, dass ihre Häuser offen stehen und dass Opfer der Attentate bei ihnen unterkommen konnten. Außerdem werden jetzt immer noch Angehörige gesucht, Freunde und Familienmitglieder suchen in sämtlichen Krankenhäusern. Im Internet wird mit dem Hashtag #rechercheParis gesucht, dadurch kann jeder darauf zugreifen und jeder kann helfen die Gesuchten so schnell wie möglich zu finden. Am Samstagmorgen hat sich eine Mann mit seinem Klavier vor dem Bataclan gestellt und hat in Ehren der verstorbenen >>Imagine<< gespielt, die Hymne des Beatles und Pazifisten John Lennon. In Pariser Krankenhäusern beobachtet man einen Ansturm von Personen, die Blut für Verletzte spenden wollen. Man merkt: Alle versuchen zu helfen und Paris zu unterstützen. Denn – und das haben viele Staatsoberhäupter auch schon geäußert – was in Paris stattfindet, betrifft nicht nur die Franzosen, aber die ganze Welt, da der Krieg gegen den Terror jedes Land betrifft.

Viele stellen sich genauso wie ich die Frage, was die Attentäter sich von solchen Akten versprechen? Es wird jetzt zwar über sie gesprochen, aber was bringt ihnen dies?

Der Hass wird größer, doch die Solidarität innerhalb von Paris, Frankreich und der ganzen Welt steigt und alle fühlen sich von diesen Attentaten betroffen.

Als ich von den Attentaten erfuhr, konnte ich es nicht glauben, vor nicht ein mal einem Jahr war Paris schon einmal Opfer eines Terroranschlags geworden. Auch damals hat mich das sehr mitgenommen, ich kannte die Zeitung ich fand sie zwar hart, aber auch lustig, sie zeigte bildlich was sich viele nicht trauen auszusprechen. Als ehemalige Einwohnerin von Paris, kannte ich auch das Stadion sowie den Bataclan, und die Straßennamen sind mir alle bekannt. Direkt war ich nicht betroffen, doch ich habe enge Freunde sowie Familie in Paris, um die ich mich sofort gesorgt habe. Doch mir fehlen die Worte, für mich ergibt es keinen Sinn, dass Terroristen so handeln. Ich bin der Meinung dass man alles ohne Gewalt lösen kann, insbesondere ohne Unschuldige miteinzubeziehen. Trotz der Verluste bleibt Frankreich optimistisch und seine Bürger tun alles, was sie können, damit Paris nicht in Angst bleibt. In solchen Momenten bin ich stolz, sagen zu können, dass ich Französin bin. Ich bin stolz auf mein Land. Jedoch sollte man auch nicht vergessen, dass zurzeit nicht nur in Paris Terror herrscht, sondern auch in vielen anderen Ländern. Flüchtlinge aus diesen Teilen der Welt sollten wir mit genauso viel Engagement, Interesse und Mitleid (und Hashtags) unterstützen sollten wie wir es derzeit für Paris tun! #prayfortheworld

(mk)

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Quellen:

www.monde.fr

http://www.lemonde.fr/attaques-a-paris/article/2015/11/14/daniel-psenny-journaliste-au-monde-j-ai-senti-comme-un-petard

http://www.tagesschau.de/livestream

TV5 Monde- direct

Bilder:

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:PrayForParis.svg

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