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„Auf diese Schule bin ich immer stolz“ – Interview mit Frau Kahánková

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Für das 25. Jubiläum ist mehr als ein großes Fest geplant. Seit Monaten arbeitet Frau Kahánková mit ihren Schülern an einer besonderen Ausstellung allein für diesen Anlass. Wir haben die Gelegenheit genutzt, ihr unter anderem auch darüber ein paar Fragen zu stellen. 

Sie unterrichten nun schon seit 1991 an dieser Schule. Worauf sind sie hier besonders stolz? 

Auf diese Schule bin ich immer stolz. Sie ist immer eine Überraschung für mich. Und es kommen immer neue Überraschungen, immer neue Fragen und ich muss neue Antworten suchen. Besucher fragen mich oft, ob wir eine künstlerische Schule sind. Wir schaffen so vieles zusammen als Team. Darauf bin ich stolz.

Wir sind ja vergleichsweise eine ziemlich kleine Schule. Würden Sie sagen, wir haben so etwas wie eine DSP Kultur oder Tradition? 

Naja, schaut euch mal die Wände dieser Schule an. Einige der Bilder, die dort hängen, sind schon zehn Jahre alt, manche sogar älter. Ich scheue davor zurück, Kunstwerke, die uns geschenkt wurden, unbenutzt zu lassen. Diese Geschenke sind eine Ehre für mich und die Schule, eine Art „Dankeschön“. So kommen Schüler nach einem Jahrzehnt wieder in die Schule zum Klassentreffen, einige mit Ehepartnern oder Kindern und sie sehen ihre Bilder wieder. Es erfüllt sie mit Stolz, an diese Schule gegangen zu sein. Das ist ihr Vermächtnis.

Was ist noch für Ihre Zukunft geplant? 

Ich denke, ich bleibe noch zwei, drei Jahre. Dann wird es Zeit, jemandem anderen Platz zu schaffen, eine neue Perspektive reinzubringen. Hoffentlich werde ich dann Zeit haben, etwas Kunst nur für mich zu machen. So bin ich immer etwas neidisch, wenn ich euch sehe wie ihr malt.

Kommen wir zum großen Ereignis, das für nächste Woche geplant ist. Für das 25. Jubiläum der DSP ist eine Kunstaustellung ihrer Schüler in den letzten Stufen der Vorbereitung. Was können sie uns dazu erzählen? 

Eigentlich war hier in der Aula eine große Ausstellung geplant. Aber, ihr kennt es ja, es werden wie immer Stände aufgestellt und ausnahmsweise ist der Platz knapp. Dennoch haben wir uns Ausstellungsgelegenheiten geschaffen. Hier in der Aula sollen zum Beispiel zehn Jahre alte Portraits der jetzigen Abiturklasse hängen. So als kleiner Vergleich. Das waren wir und das sind wir jetzt. Außerdem hab ich auch Kopien von Bildern, die Schüler mitgenommen haben. Einige davon sind sogar schon 25 Jahre alt, betitelt: „Wir waren hier und so haben wir die Welt gesehen.“

Haben sie ein Lebensmotto? Etwas, dass für sie hilfreich ist? 

Natürlich habe ich das. Ich habe, als ich sechzehn Jahre alt war, ein Buch von Arnošt Lustig gelesen. Dita Saxová, eine Novelle, die die Geschichte eines jüdischen Mädchens beschreibt, das weiß, dass sie mit ihren sechzehn Jahren stirbt. Und sie hat gesagt „Das Leben ist nicht, was wir wollen, sondern das, was wir haben.“ Das ist seitdem mein Motto gewesen, es hat mir immer geholfen. Es passt hervorragend zu unserer Schule. Viele von euch wollten vielleicht gar nicht herkommen, ihr habt Freunde und ein ganz anderes Leben irgendwo verlassen. Doch an dieser Schule findet jeder seine Stelle.

(lg)

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