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Der DSP-Newsblog

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„Nehmt ihr das auf?“

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5 Fragen an Bettina Hönig

Wie läuft ihr Projekt „Interessante Biografien“ ab und wie kamen sie auf die Idee zum Projekt?

Wir sammeln bemerkenswerte Biografien und Lebensgeschichten von Schülern und Lehrern der DSP. Wir versuchen mindestens einen Schüler pro Jahrgang zu interviewen. Wir schreiben erst alles auf und haben schon viele interviewt und nun kommt es langsam dazu alles zu digitalisieren. Das Einzige, was ich schade finde ist, dass die meisten Schüler eher Feedback zur Schule abgeben und weniger von sich selbst und ihrer Biografie erzählen. Aber sonst läuft alles problemlos.
Und die Idee? Die war vorgegeben, es hing ein Zettel zum Einschreiben aus, und ich habe mich sofort eingetragen.

Würden sie selbst sagen, dass sie eine interessante Biografie haben?

Naja, ich bin in der DDR an der Grenze zum Westen aufgewachsen. Die Gegend war trotzdem sehr katholisch, ich war es gewöhnt, dass der Pfarrer mehr zu sagen hatte als der Bürgermeister und als Kind dachte ich, dass es so überall wäre. Auf der Hochschule hatte ich die Wahl zwischen Russisch AG und Chor. Und da ich ja Russisch studierte und Singen für nicht so schwer hielt, ging ich zum Chor, wo ich meinen Mann kennenlernte. Vor mir stand ein Jahr in der damaligen Sowjetunion, was unsere Beziehung auf die Probe stellte und alle meinten „Verlieb dich nicht, das hält eh nicht!“ Doch es hielt und wir schrieben uns jeden Tag Briefe. Bis jetzt habe ich außerdem in Belgien, Leipzig, im Allgäu und in Prag gelebt.

Wenn sie ihre Zeit in der DSP in einem Wort beschreiben müssten, welches wäre es?

Intensiv. Hier ist es sehr viel mehr. Die Schüler sind sehr interessant. Es ist bereichernd, das wäre auch noch ein gutes Wort. Es ist ganz anders als in Belgien, in der anderen Auslandsschule, wo ich unterrichtete.

Wie war es denn in Belgien?

In Belgien war es eine Schule der Bundeswehr und meine Klasse hatte nur 3 Schüler. 2 davon konnten sich gar nicht leiden und es hat einfach die Dynamik gefehlt. In so einer großen Klasse wie die, in der ich jetzt unterrichte, ist das nicht so schlimm, weil jeder sich mit mindestens einer Person versteht.

Wie ist es so, ihre Familie jeden Tag auf der Arbeit zu sehen und wie lange bleiben sie noch in Prag?

Sie zu sehen ist normal. Meinen Sohn Robert sehe ich kaum, weil ich ihn ja nicht im Unterricht habe. Und mit meinem Mann war ich in Belgien auch schon in der gleichen Schule. Manchmal will man sich nicht sehen, wenn man gerade genervt ist oder Stress hat aber sonst ist es einfach schon normal. Und wir bleiben noch mindestens zwei Jahre, bis Robert sein Abitur hat.

(sb, mk, af)

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